Was ist terror?

Alle sind gegen Terror. Aber dennoch gibt es zahlreiche Rechtfertigungen für den Einsatz von Terror, vor allem wenn es um Krieg und gegen dämonisierte Feinde geht.

Terror ist ein Mittel zum Zweck. Terrorismus ist keine Weltanschauung oder Ideologie. Terror kommt in vielfältigen Formen und Methoden zur Unterstützung verschiedenster Ziele. Die Täter nutzen Terror, definieren sich aber nicht darüber und können auch nicht darauf reduziert werden. Es gibt daher keine Terroristen, sondern lediglich Gruppen und Organisationen, welche Handlungen ausführen, die Menschen terrorisieren. Auch gibt es keine 'terroristischen Organisationen', sondern lediglich politische Organisationen, die von den definierenden Mächten entsprechend eingestuft und verfolgt werden.

Krieg bedeutet fast immer eine Terrorisierung der Bevölkerung. Wenn Bomben und Raketen eingesetzt werden, dann werden Menschen terrorisiert. Militärische Kontrollpunkte und Hausdurchsuchungsaktionen terrorisieren, ebenso Massaker, Attentate, Hinrichtungen, Entführungen, Vergewaltigungen, Vertreibungen, Folter. Bestimmte Arten von Hunger sind ebenfalls ein Mittel, womit Menschen systematisch terrorisiert werden.

Der 'Krieg gegen Terror' ist daher ein Widerspruch in sich, denn in diesem 'Krieg' wird Terror massiv eingesetzt. Genauer, der 'Krieg gegen Terror' ist eine Rechtfertigung zur Anwendung von Terror. Worum es dabei vor allem geht ist die Verunglimpfung ganzer Bevölkerungen und eine Eskalation von Überwachung, Repression und Verfolgung.